Vielen Dank

Die Enttäuschung, nicht nach Hause fliegen zu können, war gross. Es hat uns sehr gut getan, zu spüren, wie gross die Anteilnahme von unserer Familie und den Freunden ist. Vielen Dank an alle, die sich bei uns gemeldet haben, uns ermutigt haben, mit uns enttäuscht waren und Hilfe angeboten haben. Es tut gut, sich in schwierigen Zeiten getragen zu fühlen.
Mittlerweile haben wir uns wieder aufgerafft und sehen auch die positiven Seiten wieder. Madagaskar ist nach wie vor ein Land, das uns sehr gut gefällt. Es ist auch schön, noch etwas mehr Zeit mit unseren Freunden hier verbringen zu dürfen.

Wie lange wir noch hier bleiben werden, ist noch nicht absehbar. Die Ethiopian Airline hat ab Anfang Juni wieder Flüge ausgeschrieben, die man offiziell buchen kann. Wir trauen dem aber noch nicht so ganz. Laut Informationen, welche hier verbreitet werden, ist der Flughafen noch bis sicher ca. Anfang Juni geschlossen.
Es hängt wohl auch davon ab, wie sich Corona hier weiter entwickelt. Zur Zeit werden täglich zwischen 30 und 50 neue Fälle gemeldet. Bei ca. 150 Tests pro Tag und 26 Mio. Einwohner ist diese Zahl nicht sehr aussagekräftig.



Bereits vor einigen Wochen hat ein Madagasse für unsere Kinder traditionelle Drachen aus Plastiksäcken gebastelt. Die Konstruktion war eher kompliziert und der Flugerfolg gering. Seither war für Elio aber klar, dass er nochmal Drachen steigen lassen will. Gestern haben dann ein paar Jungs aus dem Quartier hier unsere Drachen nochmal überarbeitet. Danach sind wir losgezogen, um die Drachen auf den Reisfeldern starten zu lassen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten sind sie dann tatsächlich geflogen! Diese Drachen sind extrem leicht, weil sie aud dicken Gräsern, Plasik und Dornen gebastelt werden. Viele Kinder haben sehr lange Schnüre dran und so sieht man die Drachen schon von weit her in der Luft schweben. Einmal mehr sind wir beeindruckt, mit wie wenig die Madagassen etwas basteln können. Und das Resultat kann sich durchaus sehen lassen!

In den letzten Tagen war der Himmel hier bedeckt und die Sonne hat sich nur ab und zu gezeigt. Das hatte auch auf die Temperatur einen Einfluss. Es war relativ kühl. Wir sind sehr dankbar, dass wir von verschiedenen Freunden warme Beddecken und Kleider ausleihen durften. Wenn man nicht frieren muss, hat das einen grossen Einlfuss auf das Wohlbefinden!

herbstliche Morgenstimmung