Reise an die Ostküste – Teil 3: Strandferien in Foulpointe

Von Tamatave mit seinen vielen Pouse-Pouse, Vespas, Velos und Autos ging es weiter nördlich der Küste entlang nach Foulpointe.

Von verschiedenen Seiten waren wir schon vorgewarnt worden, dass diese Strasse in einem schlechten Zustand sei und man für diese ca. 60km 3 bis 4 Stunden braucht. Anfangs war die Strasse noch relativ gut, doch schon bald waren vom Strassenbelag oftmals nur noch Bruchstücke vorhanden. Grosse Löcher erforderten viel Aufmerksamkeit beim fahren. Wegen der Regensaison sind viele dieser Löcher mit Wasser gefüllt. Da man wegen dem trüben Wasser nicht sehen kann, wie tief und uneben die Löcher sind, ist es ziemlich abenteuerlich. Dafür ist die Landschaft unterwegs sehr schön und abwechslungsreich.

In Foulpointe mieteten wir im Manda Beach Hotel zwei Bungalows direkt am Strand.

Hier in Madagaskar sind zur Zeit keine Schulferien und wegen der Regensaison sind nicht viele Reisende unterwegs. So hatten wir das Hotel und den Pool fast für uns alleine. Auch am Stand hatte es kaum andere Touristen, dafür aber umsomehr Strandverkäufer. Teilweise waren sie sehr aufdringlich. Jede halbe Stunde kamen sie mit etwas Neuem an, was sie verkaufen wollten. Von frischem Pfeffer, über Zimt oder Vanille bis zu Schmuck, Früchten oder Kokosnüssen kann man alles kaufen. Auch Massagen direkt am Stand, Boottouren mit Schnorcheln oder Nachtessen am Strand sind im Angebot. Martin freute sich immer, wenn die Frauen mit den selbstgemachten, frittierten Spezialitäten vobei kamen. Er liebt die verschiedenen süssen Köstlichkeiten sehr.

frische frittierte Köstlichkeiten am Strand

Auch wenn es zeitweise nervenaufreibend war, all die Verkäufer abzuwimmeln, hat es uns doch auch gezeigt, wie dringend die Leute hier auf die Einnahmen von den Touristen angewiesen sind. Das was sie verkaufen ist oft die einzige Einnahmequelle, welche diese Familien haben. Wenn keine Touristen da sind, ist Geld verdienen für sie sehr schwierig.

Am ersten Tag war es wunderschön und warm und wir konnten den Strand richtig geniessen. Beim baden ist uns aufgefallen, dass das Wasser zwar fast keine Wellen hat, dafür eine relativ starke Strömung strandabwärts. Immer wieder musste man zurück zum Ausgangspunkt laufen.

Am Abend gönnten sich Martin und Silvana Nachtessen zu zweit am Strand. Mit etwas Verspätung wurde das vorgängig bestellte Nachtessen geliefert. Es wurde zwar nicht ganz das bestellte geliefert, und es war auch schon fast kalt, dafür war das Ambiente wunderschön! Nur wir zwei, die Kellner und der Sicherheitsmann vom Hotel. Vor uns das ruhige Meer und über uns ein klarer Sternenhimmel!
Die Kinder durften mit Schärers ihre obligaten Spaghetti im Restaurant essen. Sie bestellten jeden Abend immerhin eine andere Sauce zu ihren Teigwaren 🙂

Datenight am Strand

Am zweiten Tag regnete es leider. Da die Temperatur immer noch sehr angenehm war, badeten die Kinder trotzdem den ganzen Vormittag im Pool. Am Nachmittag haben wir dann alle die Badehosen angezogen und sind bei Regen dem Strand entlang bis zum Ende des Riffs spaziert. Dort hatte es richtig grosse Wellen, welche den Kindern gefallen haben!
Zurück liessen wir uns dann von der Strömung tragen. Das hat Spass gemacht und war erst noch schneller, als wenn wir zu Fuss gegangen wären.

Der nächste Schwerpunkt unserer Reise war der Besuch des Kidsclub von Kings Kids in einem abgelegen Dorf. Hier in Foulpointe hiess es deshalb auch, uns vorzubereiten für die Zeit im Busch.

Da die Strasse bis in dieses Dorf sehr schlecht und oftmals auch rutschig ist, mussten wir alles, was wir im Busch benötigten so verpacken, dass man es tragen kann. Das Auto würde dann in Vavatenina bleiben und wir müssen zu Fuss gehen. Da wir nicht so genau wussten, was uns erwartet, war es nicht so einfach zu entscheiden, was wir mitnehmen sollen. Es wurde uns im Vorfeld gesagt, dass es im Busch heiss ist, wenig Wasser hat und dass unser Essen aus Reis und Bananen bestehen wird.

Wir hatten den Wunsch ein Geschenk für die Kinder vom Kinderclub im Dorf mitzubringen. Nach einigem hin und her überlegen, haben wir entschieden, dass wir jedem Kind eine Zahnbürste und Zahnpasta schenken wollen. Diese mussten also auch noch mit ins Gepäck.

100 Zahnbürsten und Zahnpasta müssen eingepackt werden