Was machen wir genau in Südafrika?

Als freiwillige Helfer werden wir bei den Projekten von Ten Thousand Homes mithelfen. Der Hauptteil dieser Arbeit sind Freizeitaktivitäten und Mahlzeiten für die Kinder in armen Gegenden.

Einen sehr guten Einblick in diese Tätigkeiten gibt der Artikel unten (in Englisch, aber mit vielen Bildern).

Irgendwo bei all diesen Arbeiten werden wir auch mithelfen. Was ganz genau, werden wir schon sehr bald herausfinden 🙂

 

Behind the scenes at the After School Programs

Wir üben uns in Geduld!

Jetzt dauert es nicht mal mehr einen Monat bis zu unserem Abflug. Leider lässt der Bescheid für unsere Visa weiterhin auf sich warten. Martin hat heute mit der (nicht sehr freundlichen) Dame von der Botschaft telefoniert. Leider sind sie dort zur Zeit so beschäftigt, dass sie die Bearbeitungsdauer für eine Anfrage nicht einhalten können. Die Anträge werden nach Abflugdatum bearbeitet und sie kann uns nicht sagen, wie lange es noch dauert. Wir warten also weiter!
Auch für unser Haus haben wir noch niemanden gefunden, der es gerne mieten möchte. Aber wir lassen uns nicht entmutigen und glauben fest daran, dass sich zur richtigen Zeit alles finden wird!

Die Zeit läuft…

Nur noch 4 mal Spielgruppe und Mukiturnen, noch 3 volle Wochen und ein paar einzelne Tage arbeiten im Büro, 5 Wochen Schule und 6 Wochen bis zur Abreise!

Hier stehen bereits zwei Kisten, in denen wir Dinge verstauen, die auf keinen Fall fehlen dürfen auf unserem Abenteuer. Die Gedanken kreisen immer häufiger darum, wie es wohl in Südafrika sein wird. Nicht nur wir Eltern, sondern auch die Kinder haben ganz viele Fragen, Träume, Hoffnungen auf diese Zeit.
Vor ein paar Tagen fragte Elio zum Beispiel: „Werden wir auch schwarz, wenn wir so lange in Südafrika bleiben?“ Laura macht sich Gedanken darüber, wen und was sie wohl am meisten vermissen wird von hier und ob sie nach unserem Missionseinsatz wohl die Menschen von dort vermissen wird, wenn wir wieder Zuhause sind.

Aber die Frage, welche uns am meisten beschäftigt (und viele von euch wahrscheinlich auch) ist, wann kommt unser Visum? Bis jetzt hat ja alles sehr reibungslos geklappt mit der Schule, der Arbeit, den Dokumenten etc. Deshalb gehen wir davon aus, das es auch mit dem Visum klappen wird. Und trotzdem wäre es schön, es endlich ganz sicher zu wissen!

Zum Glück konnten wir uns letzte Woche etwas von all den Vorbereitungen ablenken in den Skiferien. Mit guten Freunden durften wir zum 4. Mal ein wunderschönes Haus im Mostelberg mieten und eine tolle Woche auf den Pisten von Sattel-Hochstuckli verbringen. Die Kinder gingen alle 5 Tage in die Skischule und haben dort viel geleistet! Sie haben grosse Fortschritte gemacht und fahren jetzt alle schon sicher Lift und Ski. Laura hat es sogar zum ersten Mal auf den Hochstuckli gewagt.
Jeden Morgen standen wir um 9 Uhr, wenn die Lifte ihren Betrieb aufnahmen bereit und genossen eine Stunde gemeinsames Skifahren auf den frisch präparierten Pisten, bevor die Skischule begann. Wir Erwachsenen standen so viel auf den Brettern, wie noch nie, seit wir mit den Kindern Skiferien machen. Wenn sie im gleichen Tempo weiter lernen, müssen wir bald schon im Herbst mit Skitraining beginnen, um mit ihnen mithalten zu können 🙂

Ein Ausflug nach Bern

Nach längerer Vorbereitung, viel Schreibarbeit mit Formularen, diversen Arztbesuchen, einem Ausflug zum Passbüro und Telefonaten mit diversen Büros, haben wir uns heute auf den Weg nach Bern zur südafrikanischen Botschaft gemacht. Den Rucksack gefüllt mit unzähligen Formularen und 5 neuen Pässen haben wir früh am Morgen in Bubikon den Zug nach Zürich bestiegen. Schon am Bahnhof wurde es zum ersten Mal spannend. Wegen technischen Störungen hatte unser Zug Verspätung und in Zürich blieben uns nur noch wenige Minuten, um den Zug nach Bern zu erreichen. Die Kinder sind aber super durch den HB gesprintet und so sassen wir schliesslich planmässig im Spielwagen.

auf der Reise

Es war speziell, als wir bei der Strasse zur Botschaft durch eine grosse, bewachte Absperrung gehen mussten. Die südafrikanische Botschaft befindet sich im Botschaftsviertel. Alles schöne und imposante Gebäude verziert mit Zäunen und Kameras. Im Botschaftshaus drin wurde uns dann schnell klar, warum die Frau so entsetzt reagiert hatte am Telefon, als sie hörte, dass wir zu fünft kommen (was von ihnen so vorgeschrieben ist…). Der Empfangsbereich besteht aus 5 Sesseln und zwei Stühlen. Diese teilten wir in den nächsten zwei Stunden mit diversen anderen Personen und Familien. Zum Glück hatten wir genügend Bücher und Spielsachen dabei, um die Kinder einigermassen bei Laune zu halten.

Ganz hat es leider nicht geklappt, mit der vollständigen Abgabe. Eine Bescheinigung war nicht auf dem korrekten Formular und eine Bestätigung der Schule hatten wir nicht dabei. (steht auch nicht auf der langen Liste der erforderlichen Dokumente). So heisst es also nochmal ein paar Anrufe tätigen, Formulare ausfüllen und alles per Mail nachreichen.

Wir sind nach wie vor gespannt, wie das mit dem Visum ausgeht. Aber wir lassen uns den Mut nicht nehmen und glauben weiter daran, dass alles nach Wunsch klappen wird!

geschafft!

Wir wagen etwas!

Mit vielen von euch haben wir schon persönlich darüber gesprochen und haben schon davon gehört. Wir planen vom 4. April bis 28. Juli 2018 als ganze Familie einen Missionsseinsatz in Südafrika zu machen.
Die Flüge sind gebucht, der unbezahlte Urlaub genehmigt, die Kinder von der Schule abgemeldet… Es fehlt nur noch das OK für unser Visum.

Aber erst einmal von vorne! Wie kommen wir überhaupt auf die Idee, uns hier einfach für eine Weile auszuklinken und einen Missionseinsatz zu machen?

Als vage Idee ging uns dies schon länger durch den Kopf. Wir konnten uns aber nicht so richtig vorstellen, wie man sowas anpackt und ob das als Familie mit so jungen Kindern überhaupt realisierbar ist.

In unserem Ausbildungskurs zur Stärkung der Familie (AKSF www.jmemwiler.ch/schulen/aksf/), welchen wir seit einem Jahr bei Jugend mit einer Mission (JMEM/YWAM) in Wiler bei Seedorf besuchen, sind wir dann mit Leuten ins Gespräch gekommen, die genau das schon ein oder sogar mehrmals gemacht haben und uns bestärkten darin, dass es machbar ist. Daraufhin haben wir uns mit verschiedenen Organisationen in Verbindung gesetzt und uns mal schlau gemacht, worauf man bei der Planung von so einem Projekt achten muss. Zugegeben, es gibt nicht viele Organisationen, die solche längeren Einsätze für Familien anbieten oder Erfahrung damit haben.

Irgendwann haben wir dann die Adresse von einer ehemaligen Schulkollegin von Silvana bekommen, welche sich mit solchen Einsätzen auskennt und selber mit ihren Kindern schon an vielen Orten auf der Welt gewesen ist. Sie hat uns ein paar Adressen angegeben, welche sie für Familien mit Kindern empfehlen konnte. Diese Adressen haben wir kontaktiert und so sind wir auf Südafrika gekommen. Hier hat dann vieles sehr einfach und schnell gepasst.

Die Organisation, welche uns für vier Monate aufnimmt heisst „Ten Thousand Homes“ (www.tenthousandhomes.org).

Unsere Basis liegt etwas ausserhalb White River ZA. Das ist im Nordosten der Stadt Mbombela (bzw. früher Nelspruit) in der Provinz Mpumalanga. Wer sich den Ort ganz genau ansehen möchte, hier der Link zu Google Maps.

Sie möchten den Menschen dort helfen, Unterkünfte zu bauen, Unterstützung in der Gesundheitsvorsorge bieten, ausserschulische Programme für die Kinder anbieten, Menschen mit Mahlzeiten versorgen und sich um Waisenkinder kümmern.

Was jetzt dabei unsere Aufgabe ist, wissen wir nicht so genau. Wir werden einfach dort mit anpacken, wo es uns braucht und wo es für uns möglich ist. Dies wollen wir als ganze Familie tun. Das heisst, unsere Kinder werden in Südafrika nicht in die Schule gehen, sondern uns bei der Arbeit helfen und ihren Schulstoff auf ganz praktische Weise im Alltag erlernen.

Immer wieder werden wir gefragt: „Geht das denn mit der Schule? Kann man die Kinder einfach so aus der Schule nehmen?“ Ja, das geht! Es gibt eine Schulpflicht in der Schweiz, aber das heisst nicht, dass nur die Schule alleine diesen Stoff vermitteln darf.

Wie vieles andere bei der Planung ganz einfach geklappt hat und Türen aufgegangen sind, waren uns auch die Lehrpersonen von Anfang an sehr wohlgesinnt. Wir erhalten von den Lehrpersonen die nötige Unterstützung. Sie werden uns das Schulmaterial mitgeben, welches die Kinder bis zu den Sommerferien noch erarbeiten müssen. Somit mussten wir die Kinder nur noch bei der Schulverwaltung abmelden. Nach den Sommerferien werden sie dann dort wieder einsteigen, wo sie auch sonst eingestuft wären. Also Elio im ersten Kindergarten, Irina in der zweiten und Laura in der vierten Klasse.

Unser nächster grosser Schritt ist der Termin bei der Südafrikanischen Botschaft in Bern, wo wir unser Visum beantragen müssen. Wir hoffen, dass der grosse Stapel Papier, den wir einreichen müssen, akzeptiert wird und wir das Visum ohne Probleme bekommen!

 

Und falls jemand von euch jemanden kennt, der jemanden kennt, der von April bis Juli ein Haus zur Miete sucht, unseres ist dann frei 😉
Eine Beschreibung dazu findet ihr hier.