Wieder Zuhause

Heute sind wir pünktlich um 06:10 Uhr in Zürich gelandet. Wir hatten eine gute Reise. Alles hat problemlos geklappt und wir sind mit all unserem Gepäck in der Schweiz angekommen. Es war schön, am Flughafen einige bekannte Gesichter zu sehen!

Einsteigen am Kruger Mpumalanga Airport

Wir können es noch gar nicht richtig glauben, dass unser Abenteuer schon vorbei ist. Die letzten vier Monate sind so schnell vorübergegangen! Das Haus 7a, die Base und speziell die Menschen, mit denen wir zusammen gearbeitet haben, sind uns sehr ans Herz gewachsen. Wir werden sie alle sehr vermissen!

Mitarbeiter von Ten Thousand Homes

Wir nehmen viele schöne Erinnerungen aus Südafrika mit und hoffen, dass wir den einen oder anderen von Ten Thousand Homes eines Tages irgendwo wieder treffen werden!

Die letzte Woche!

Gestern waren wir zum letzten Mal im Krüger Park. Es ist einfach jedes Mal ein eindrückliches Erlebnis, die Tiere in der Wildnis zu sehen! Leider konnten wir die „Big 5“ nicht vervollständigen, weil der Leopard sich uns einfach nicht zeigen wollte. Dafür sahen wir Nashörner zusammen mit Elefanten und Impalas bei einem Wasserloch. Währenddem wir sie beobachteten, spazierte plötzlich ein männlicher Löwe ganz gemütlich vorbei. Das war sehr eindrücklich.

Tier-Idylle…
… und auch ein Löwe spaziert am selber Ort umher

Ebenfalls sehr beeindruckt hat uns eine riesige Elefantenfamilie, mit ganz kleinen Tieren, welche gemütlich in einer Reihe auf und neben der Strasse unterwegs war.

Heute Morgen haben wir uns dann aufgerafft und sind ein letztes Mal in „unsere Kirche“ gegangen. Wir fühlten uns in den letzten Monaten sehr wohl in der New Life Church in Nelspruit! Wir wurden jeden Sonntag als Freunde empfangen. Heute wurden wir überraschend auf die Bühne gerufen und der Pastor hat für unsere Rückreise gebetet und uns gesegnet. Wir werden diese Leute hier sehr vermissen!

Foto aus der Kirche auf Facebook

Am Nachmittag hat uns das Team von Ten Thousand Homes auf Kaffee und Kuchen ausgeführt. Sie haben hier auf der Base die schöne Tradition, dass wenn man jemandem ein Geschenk überreicht, jeder vom Team etwas über die betreffende Person sagt, was er an ihr schätzt. Es tat gut, zu hören, wie sehr wir als Familie, aber auch als Einzelpersonen geschätzt wurden und wie positiv unser Einsatz hier aufgenommen wurde. Sie fühlten sich sehr beschenkt, einfach weil wir hier waren und angepackt haben wo gerade nötig. Wir haben uns in den letzten Monaten manchmal gefragt, was für einen Unterschied unsere Arbeit hier wohl macht. Es waren genau die einfachen, kleinen Handgriffe oder das richtige Wort zur rechten Zeit, welches für sie einen Unterschied gemacht hat. Alle von ihnen erwähnten, dass sie es schätzten, wie wir jede Aufgabe mit Herz und Wärme erledigten. Ebenso hat es sie immer wieder beindruckt, einfach zu sehen, wie wir als Familie unseren Alltag leben und miteinander umgehen.

gemütliches Beisammensein mit den Mitarbeitern

Das hat uns sehr ermutigt. Wir haben die letzten Monate hier als sehr erholsam empfunden. Auch wenn wir mitgearbeitet haben und es ab und zu intensive Wochen gab, war die Base hier eine Oase der Ruhe für uns. Es hat gut getan, einen Gang zurück zu schalten und uns einfach mal auf die Familie zu konzentrieren! Wir konnten die Batterien, welche vor unserer Reise nach Südafrika ziemlich leer waren, wieder aufladen. Das Herzblut und die Wärme, welche wir hier wieder gefunden haben, möchten wir gerne zurück in die Schweiz nehmen und wieder in unsere Arbeit und unser Umfeld investieren.

Wir wurden hier so reich mit Freundschaft, Wertschätzung und Wärme beschenkt. Wir werden die Ten Thousand Homes Familie von hier sehr vermissen!

Schon bald ist es vorbei

Im Moment ist hier auf der Base wieder etwas gewohnter Alltag eingekehrt. Das letzte Team ist abgereist, die Camps sind vorbei und das nächste Team ist noch nicht da. Nur noch ein grosser Wäscheberg, die schmutzige Küche und die leeren Vorratsgestelle erinnern an die letzten intensiven Wochen.

Diese Woche sind wir am aufräumen, waschen, putzen und backen damit alles wieder bereit ist, wenn am Freitag das nächste Team einer Jüngerschaftsschule (DTS) kommt.

Für uns als Familie heisst es in diesen Tagen aber auch, all unsere angefangenen Projekte noch so gut wie möglich abzuschliessen. Silvana möchte die Lounge-Kissen für die Bibliothek noch fertig nähen und Martin hat ein paar Elektrikerarbeiten, die er gern noch abschliessen will.

Das Freizeitprogramm für die Kinder hat nach den Schulferien gestern wieder gestartet. Es war ein grosser Teil unserer Arbeit hier und wir werden die Kinder und Frauen vermissen. Auch hier heisst es langsam aber sicher Abschied nehmen.

Hier ist es jetzt richtig Winter. Am Morgen beim Aufstehen ist es noch ungefähr 13 Grad im Schlafzimmer. Wenn die Sonne scheint (was zum Glück oft der Fall ist) wird es am Nachmittag draussen angenehm warm. Die Kinder sind dann mit T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs. Sobald die Sonne kurz vor sechs Uhr untergeht, heisst es dann wieder: Jacke und Wollmütze montieren, bevor man kalt hat.

Es ist Winter

Unsere Rückreise rückt immer näher. Wir landen am Samstag 28. Juli ganz früh am Morgen in Zürich. Es ist schön zu wissen, dass wir Freunde haben, die uns am Flughafen abholen werden, damit wir nicht mit dem ganzen Gepäck mit dem Zug nach Hause fahren müssen.

Wir haben unseren Flug nach Südafrika in guter Erinnerung. Die Kinder haben das super gemacht! Trotzdem gab es wenig Schlaf in jener Nacht. Wir rechnen damit, dass wir auch auf dem Flug nach Zürich nur wenig schlafen werden.

Wir freuen uns sehr darauf, Familie, Freunde, Nachbarn… wieder zu sehen, werden aber wohl erstmal etwas Zeit brauchen, um wieder in der Schweiz anzukommen. Das erste Fotobuch von Südafrika ist bereits fertig und wir freuen uns sehr, dieses mit euch anzuschauen.

2. Tag im Krüger-Park

Wie im vorigen Beitrag erwähnt, waren wir am letzten Samstag zum zweiten mal einen ganzen Tag im Krüger-Park.

Es war auch dieses mal ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben an diesem Tag vier der „Big Five“ Tiere gesehen. Auch die vielen anderen Tiere waren sehr eindrücklich.

Um möglichst viele Tiere zu sehen, sind wir kurz vor 5:00 aufgestanden und bald darauf auf stockdunkeln Strassen Richtung Parkeingang gefahren. Bei Sonnenaufgang waren wir bereits im Park und genossen selbergemachte Zopfbrötli mit Honig im Auto.

Sonnenaufgang im Krügerpark

Einige Zebras und eine Hyäne waren auch früh wach.

Die Nilpferde trafen wir gerade beim morgendlichen Bad.

Alle Tiere haben Vortritt. Hier ist gerade ein Elefant gemütlich auf unserer Strasse unterwegs.

Vor dem Mittagessen bleibt noch etwas Zeit für eine Extrarunde. Diese lohnt sich! Ein weiblicher Löwe ruht sich auf dem Felsen aus und läuft danach einige Meter von uns entfernt über die Strasse. Nur fotografieren lassen wollte sich die Dame leider nicht.

Giraffen sind aufgrund ihrer Grösse immer wieder eindrücklich.

 

Beim Mittagessen begenen wir einigen schönen Tieren.

Iguana (Leguan)
Cape Starling (Glanzstar)

Auch ein Büffel sehen wir direkt von unserem Mittagstisch aus.

Büffel

Am Nachmittag treffen wir immer wieder Nashörner an.

In der Abenddämmerung treffen wir nochmals eine Hyäne. Wir können auch beobachten wie eine Rudel Hyäne mit den Jungen direkt neben der Strasse spielen.

Wir haben den Tag voll ausgekostet und sind vier Minuten vor Parkschliessung beim Parkausgang.

Ein Tag in Südafrika – this is africa

Am Montag war wieder einmal so ein Tag…

Nachdem wir am Samstag einen wunderschönen und sehr langen Tag im Krügerpark verbracht haben, sind wir am Montagmorgen immer noch etwas müde.

Wir haben eigentlich nicht viel vor und sind froh, dass nicht ganz so viel los sein sollte.
Einzig waschen müssen wir dringend wieder. Aber das sollte machbar sein. Da sich die Sonne für einmal nicht zeigen wollte, haben wir ausnahmsweise die Erlaubnis den Tumbler zu benutzen. Dieses Problem konnten wir also lösen.

Nachdem die Sicherheitsfirma letzte Woche hier war, um ein kleines Problem an unserer Alarmanlage zu verbessern, konnten wir diese am Abend nicht mehr aktivieren. Wir haben also schon ein paar Nächte ohne Alarmanlage verbracht. Gottes Engel hatten wohl etwas weniger ruhige Nächte als auch schon 🙂
Am Montag wollten wir dafür sorgen, dass dies erledigt wird. Die Sicherheitsfirma kam nicht und das war nicht das Einzige, was an diesem Tag nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Kurz nach dem Aufstehen, stellte Martin fest, dass sein Datenpaket für das Internet schon wieder aufgebraucht ist. Komisch, aber wer weiss schon so genau, wie viele Internetdaten man in einer Woche so verbraucht hat. Und nein, Martin hat immer noch kein Facebook 🙂

Als Martin ein neues Datenpaket kaufen will, wird die verantwortliche Person ebenfalls stutzig und äussert den Verdacht, dass etwas nicht stimmt.

Martin lässt alles andere liegen, setzt sich an den Laptop und ist damit beschäftigt den Datenverkehr zu analysieren. Nach einiger Zeit ist klar, dass eine Person fremde Benutzerkonten verwendet hat. Martins Konto ist auch darunter und deshalb waren seine Daten so schnell aufgebraucht. Dank Martins Untersuchung konnte der Fall geklärt werden und wir haben das Geld zurückerhalten. Schade, wenn Vertrauen so missbraucht wird.

An der Sitzung um 8 Uhr wird Silvana gefragt, ob sie helfen könnte, einige der Wendyhouses für das anstehende Camp vorzubereiten. Es sollte nicht allzu lange dauern und bis zur Ankunft der Gäste um 11 Uhr erledigt sein. Beim Anziehen der Betten stellen sie fest, dass ein Bett gar keinen Lattenrost hat. Bei einem anderen Bett ist der Lattenrost kaputt. So müssen Latten, Säge und jemand der das Holz zuschneiden kann, organisiert werden.

Alles dauerte am Morgen viel länger als geplant. Das Mittagessen muss nun im Eiltempo zubereitet werden. Der Pap gelingt aber trotzdem.

Nach dem Mittagessen freuen wir uns auf eine kurze Mittagspause, bevor wir das Team von der Jüngerschaftsschule verabschieden möchten.

Laura geht noch schnell aufs WC. Wie so oft vergisst sie die Türe zu schliessen und Silvana macht die Tür für sie zu. Kurz darauf ruft Laura aus dem Badezimmer: «Ich kann die Tür nicht mehr öffnen, der Griff ist abgefallen.» Zum Glück ist Martin der Handwerker auf der Base und hat das nötige Werkzeug sofort zur Hand. Mit einer improvisierten Leiter kann das Badezimmerfenster von aussen erreicht werden. Das Fenster ist vergittert, lässt sich aber immerhin öffnen. Damit sich Martin das Türschloss anschauen kann, macht Laura ein Foto. Nun kann Martin durch das Fenster die richtigen Werkzeuge reichen. Er gibt von aussen Anweisungen und so kann Laura das gesamte Türschloss abmontieren. Nach einer halben Stunde hat sie sich befreit.

Seit Mittag gibt es Probleme mit dem Strom. Es gibt zwar noch Strom, aber nicht mehr volle Leistung. Lampen flackern und die Waschmaschine stoppt mitten im Waschprogramm. Der Tumbler streikt komplett.

Beim Eindunkeln fällt der Strom vollständig aus. Sobald die Sonne untergegangen ist, wird es schnell kühler. Für warmen Tee ist es nun aber zu spät. Doch es kommt gut. Nach ca. einer Stunde kommt der Strom zurück. So können wir mit warmem Tee und Licht ganz normal das Nachtessen geniessen.

Das Waschprogramm läuft auch endlich fertig. Einzig für den Tumbler ist es nun zu spät und so hängt in unserem kleinen Haus überall Wäsche.

 

This is africa!

Gott sei Dank, ist nicht jeder Tag so chaotisch 🙂

Zurück auf der Base

Nach zwei Wochen „unterwegs sein“, sind wir gerne wieder auf die Base zurückgekehrt. Wir wurden hier wieder sehr herzlich empfangen. Es war schon ein „nach Hause kommen“ für uns. Es ist hier die Umgebung, wo wir uns wohl fühlen und es sind nette Leute hier, mit denen wir schon einiges erlebt haben.

Wir nehmen viele schöne Erinnerungen von dieser Reise mit. Für jeden war etwas anderes besonders schön: das Meer mit den hohen Wellen, die JMEM-Base in eSwatini, die Bootstour im iSimangaliso Wetland Park, auf der wir die vielen Hippos gesehen haben, die frischen Tierspuren im Sand am Strand (u.a. von einem Leopard), das uShaka Sea Life Museum mit den Haien in Durban…

Wir wussten, dass wenn wir auf die Base zurückkommen, ein Team von einer Jüngerschaftsschule (DTS) aus Frankreich hier ist. Sie verbringen drei Wochen von ihrem Auslandeinsatz (Outreach) bei uns auf der Base.

Da das Freizeitprogramm mit den Kindern (After School Program) zur Zeit wegen Schulferien geschlossen ist, arbeiten sie an verschiedenen Projekten hier auf der Base. Dementsprechend sieht auch der Alltag wieder anders aus, als wir uns es gewöhnt waren. Wir waren gespannt, wo in dieser neuen Situation, wieder unser Platz sein wird.

Martin ist nach wie vor viel mit Elektroinstallationen auf dem Gelände und in den verschiedenen Gebäuden beschäftigt. Zudem ist er dabei, unser Internetsignal zu verbessern. Das ist gar nicht immer so einfach (Wellblechdächer sind sehr schlecht für das Funksignal…), macht ihm aber grundsätzlich grossen Spass.

beim Fundament für das neue Klassenzimmer helfen alle mit

Silvana ist zum Küchenmanager aufgestiegen. Das heisst, sie kümmert sich darum, dass das Team aus Frankreich immer alle Zutaten für das Frühstück und das Mittagessen in ihrem Haus hat. Damit das Küchenteam am Abend für alle in der grossen Küche kochen kann, müssen am Morgen alle nötigen Lebensmittel vorbereitet werden. Zudem müssen Geschirrtücher gewaschen und die Sauberkeit der Küche im Auge behalten werden. Hier hat Silvana eine Arbeit gefunden, die ihr liegt und Spass macht.

Immer zwei Mitarbeiter sind für das Kochen am Abend zuständig. Jeden Tag ist jemand anders an der Reihe. Auch wir beide sind immer mal wieder so im Einsatz. Die Kinder helfen eifrig mit beim rüsten und abwaschen.

Kochen in der grossen Küche

Da nun mehr Leute auf der Base sind, geniessen es die Kinder, dass immer jemand da ist, der etwas mit ihnen macht oder dem sie etwas helfen können. Am Donnerstag hat das Team zum Beispiel ein Dankesessen für die Frauen die beim Freizeitprogramm (After School Program) kochen, organisiert. Dafür haben sie die grossen Tische schön mit Blumen und gefalteten Servietten dekoriert. Unsere Kinder konnten helfen Blumen auf der Base zu pflücken und die Servietten falten. Wir staunen, wie gut die Kinder sich mit den Leuten auf Englisch unterhalten. Und wenn man sich mit Worten nicht versteht, geht es auch mit Händen und Füssen oder zur Not mit Google Images oder Google Translate ?

Tischdeko für die Frauen vom Freizeitprogramm

Der letzte Monat hier ist angebrochen. Das heisst einerseits, dass wir planen müssen, wann wir die Dinge noch machen, die noch auf unserer Wunschliste stehen. Andererseits, reisen unsere Gedanken auch immer öfter voraus in die Schweiz. Wie wird es sein, wenn wir wieder zurück sind? Was von den Erlebnissen hier, wird unser Alltag in der Zukunft prägen? Nach so viel intensiver Zeit als Familie, wird es auch sehr speziell sein, wenn Martin wieder vom Morgen bis Abend ausser Haus arbeitet und alle drei Kinder am Vormittag im Kindergarten und der Schule sind. Wir sind gespannt, was die nächsten Monate uns so bringen werden!

Die letzten Tage unserer Reise

Jetzt sind wir schon 12 Tage unterwegs.  Wir haben sehr viel schöne und ein paar herausfordernde Momente erlebt. Es begeistert uns, zu sehen,  wie sehr unsere Kinder das Meer geniessen und wie wenig sie brauchen, um sich zu beschäftigen.

Während das Meer in Sodwana Bay angenehm warm und relativ ruhig war, ist es hier in Ballito (Durban) deutlich kühler und hat viel mehr Wellen.

Unsere Route führte uns immer wieder durch National Parks, wo wir verschiedene Tiere von ganz nahe erleben durften.

Dank der vielen Fragen unserer Kinder haben wir viel gelernt.

  • Welches ist das gefährlichste Tier Afrikas?
  • Warum gibt es Wellen?
  • Woraus bestehen Muscheln?

Wir haben auch immer wieder deutlich Bewahrung erlebt! Am eindrücklichsten war es, als Irina und Elio eines morgens im oberen Stock unseres Ferienhauses spielten. Da es erst 06:30 Uhr war, lagen wir anderen noch im Bett.  Plötzlich schrie Elio auf vor Schmerz und Irina rief: „es brennt!“ Wir hechteten alle aus dem Bett. Es stank und man sah noch Qualm aber keine Flammen. Die kleine Lampe,  welche die Kinder eingeschaltet hatten, hatte offensichtlich einen technischen Defekt. Dadurch brannte das Kabel an mehreren Stellen komplett durch.  Da Elio den Fuss auf dem Kabel hatte, bekam er auch etwas Strom ab. Wir sind sehr dankbar,  dass nicht mehr passiert ist!

Morgen geniessen wir den letzten Tag am Strand, bevor es am Sonntag wieder Richtung White River auf die Base geht.

Strand

Gestern und heute waren wir am Meer.

Sodwana Bay

Für unsere Kinder war es das erste Mal, dass sie im Meer baden konnten. Sie haben es sehr genossen!

Für die Einheimischen ist das Meer zur Zeit eher kalt. Für uns war es angenehm.

Da hier zur Zeit Winter ist, hat es am Strand nur sehr wenig Leute.

Politik

Wir geniessen es immer sehr, wenn wir mit Einheimischen persönlich reden können. Auf der YWAM Base in Mbabane hatte es zwei Einheimische, die gut Englisch sprachen und uns gerne unsere Fragen beantworteten.

In Swaziland nahm es uns natürlich wunder, wie das so ist, wenn das Land von einem König regiert wird. Dabei haben wir spannendes und gleichzeitig auch beängstigendes erfahren.

In Swaziland laufen zur Zeit die Vorbereitungen für die Wahlen Ende Juli. Die Wahlen finden alle 5 Jahre statt und sind immer mit sehr viel Unruhe im Land verbunden. Niemand ist mehr sicher und viele Leute verschwinden spurlos. Im Moment werden in Swaziland 90 Menschen vermisst. Anscheinend führen Leute und Gruppen, welche sich wählen lassen wollen, rituelle Morde durch, um sich mit Hilfe von Hexenkraft Vorzeile zu verschaffen. Es scheint die Bevölkerung zu beeindrucken, wenn ein Politiker sagt, er habe jemanden umgebracht.

Schulen verteilen Briefe mit der Aufforderung, die Kinder nicht alleine zur Schule zu schicken und dass sie sehr vorsichtig  sein sollen.

Wir waren sehr froh, dass wir auf der YWAM Base einen Ort hatten, an dem die Kinder sich sicher frei bewegen konnten. Als Schweizer kann man sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man die Kinder nicht frei spielen lassen kann.

Visum Irina

Hurra!

Heute sind wir von Swaziland wieder nach Südafrika eingereist. Wir haben auf der Reise viel für das Visum von Irina und dass uns die Beamten wohlgesinnt sind, gebetet.

Als wir dann am Zoll alle Papiere ausgefüllt hatten, ging es keine fünf Minuten, bis die Zollbeamten alle Stempel und Formalitäten erledigt hatten. Irina erhielt nach wenigen Sätzen von uns, sofort einen zusätzlichen Stempel, damit auch sie bis Ende Juli in Südafrika bleiben darf.

Irinas Pass, der Stempel in der Mitte unten ist der wichtige

Halleluja! Wir können immer noch kaum glauben, dass dies so einfach geklärt werden konnte.

In den Wochen vor unserer Reise haben wir viel daran gesetzt, um das Visum für Irina zu klären. Wir sind aber überall angestanden: die Botschaft reagierte nicht mehr, am Flughafen erreichten wir niemanden, Telefonanrufe wurden nicht angenommen. Wir wussten nicht mehr weiter.

Dann haben wir als Familie gebetet, dass Gott uns zeigt, was wir konkret tun sollen. Die Kinder haben dann sehr klar gesagt, dass wir in ein anderes Land gehen sollen und wieder nach Südafrika einreisen sollen. Das fanden wir keine schlechte Idee, wir hatten aber unsere Zweifel…

Nun ja, die Kinder können Gottes Stimme wirklich schon sehr gut hören!