Madagaskar-Apéro

Bevor wir am 2. Dezember nach Afrika losfliegen, möchten wir euch alle ganz herzlich einladen, nochmals etwas Zeit mit uns zu verbringen.

Bereit für die Abreise

Wir laden euch deshalb am Sonntag 17. November nach Wolfhausen zu einem gemütlichem Beisammensein ein.

Datum:Sonntag 17. November 2019
Zeit:14:00 – 17:00
Ort:

Ökumenisches Zentrum Wolfhausen,
Sunnenbergstrasse 1 , 8633 Wolfhausen
(nähe Volg-Parkplatz, Kindergarten)

Mitbringen musst du nichts. Wer etwas mitbringen will, darf uns gerne finanziell unterstützen. Es steht ein Kässeli bereit.

Damit wir wissen, wie viele Leute kommen, sind wir froh, wenn ihr euch im folgenden Doodle eintragt.

https://doodle.com/poll/46xuw946v2iz53hn

Unterstützung

Ein Missionseinsatz bietet ganz viele Möglichkeiten für praktische Unterstützung.

Du kannst uns und moralisch oder geistlich unterstützen. Darüber freuen wir uns sehr und das ist wichtig. Weiter gibt es auch die Möglichkeit für finanzielle Unterstützung.

Uns ist bewusst, dass man in der Schweiz nicht gerne über Geld spricht. Das fällt auch uns nicht leicht. Wir wollen es hier trotzdem tun, weil wir überzeugt sind, dass wir ganz persönlich, im besonderen auch die Menschen in der Schweiz, sehr mit Wohlstand gesegnet sind. Uns ist es ein Anliegen, dass wir gute Verwalter sind von dem, was uns anvertraut ist. Und dazu gehört es auch, ein sorgfältiges Budget zu machen über laufende Kosten, aber auch über das Geld, was auf dem Konto liegt.

Es ist üblich, dass Missionare keinen Lohn von ihrer Organisation erhalten, sondern sich die finanzielle Untersützung selber organisieren müssen. Dies geschieht in der Regel durch einen Freundeskreis, der monatlich Geld für die laufenden Kosten der Missionare einzahlt.

Für Südafrika haben wir alle unsere Kosten von unserem Sparkonto bezahlt. In der Vorlaufzeit für diesen Einsatz haben wir uns viel mit Missionsarbeit auseinander gesetzt und auch mit Missionaren gesprochen. So sind wir zur Überzeugung gekommen, dass auch wir uns für die 5 Monate in Madagaskar einen Freundeskreis aufbauen möchten.
Es geht hier nicht darum, dass Leute uns eine schöne Ferienreise bezahlen, sondern um die Deckung der nötigen Lebenskosten, welche für eine fünfköpfige Familie anfallen.

Wir möchten bei den Finanzen gerne transparent sein und offen über die Kosten informieren. Deshalb zeigen wir hier unsere Budgetplanung.

Einmalige Kosten

Diese Kosten fallen einmalig für den ganzen Einsatz an.

  • Flug: CHF 4’200.-
  • Visum/Aufenthaltsbewilligung (für die Ämter sind Ausländer eine sehr gute und willkommene Einnahmequelle): CHF 1’000.-
  • Beratung durch Tropenarzt: CHF 400.-
  • Impfungen (Tollwut, Typhus und Hepatitis A/B): CHF 800.-
  • Wasserfilter (sauberes Trinkwasser schützt vor vielen Krankheiten): CHF 150.-
  • diverse kleinere Anschaffungen im Haus (ein Durchlauferhitzer für eine warme Dusche wäre z.B. angenehm, fliessend kaltes Wasser ist vorhanden) CHF: 500.-
  • Einschreibegebühr Schule für Kinder: CHF 25.-

Laufende Kosten

Das sind laufenden Fixkosten, welche monatlich anfallen.

  • Beiträge Sozialversicherungen in der Schweiz (damit keine Beitragslücken entstehen): CHF 150.-/Monat
  • Krankenkassenprämien: CHF 1’000.-/Monat
  • Krankenkassenzusatz für Auslandaufenthalt: CHF 100.-/Monat
  • Malaria-Prohyplaxe (will man es auf eine sichere Art machen, sind teuere Medikamente nötig): CHF 580.-/Monat
  • Mitarbeiter-Gebühr bei JMEM (unsere Tätigkeit generiert für die Organisation kein Geld): CHF 35.-/Monat
  • Schule für alle drei Kinder (3 Halbtage pro Woche): CHF 18.-/Monat
  • Miete Unterkunft: CHF 150.-/Monat
  • Auto/Benzin
  • Esswaren
  • Sonnencreme und Insektenspray (u.a. als Malariaschutz): CHF 50.-/Monat
  • Internet: CHF 60.-/Monat
  • Telefonkosten: CHF 30.-/Monat

Das ergibt einen Totalbetrag von ca. 3’000.- CHF im Monat.

Projekte

Es gibt auch einige Projekte, welche wir gerne vor Ort realisieren möchten.

  • Days for Girls
    Es ist in vielen afrikanischen Ländern ein grosses Problem, dass Mädchen während der Monatsblutung nicht in die Schule gehen. Sie verpassen so viel Schulstoff und oft auch die Prüfungen. Als Folge davon, müssen sie dann das Schuljahr wiederholen.
    Beim Projekt Days for Girls geht es darum, dass waschbare Damenbinden an Mädchen abgegeben werden.
    Wir möchten gerne vor Ort waschbare Damenbinden nähen lassen und diese dann verteilen.
  • Weihnachtsfeier auf der Base
    Zweimal im Jahr wird eine Feier für arme Familien aus der Umgebung der YWAM Base gemacht. Der nächste Anlsass findet zu Weihnachten am 21. Dezmber statt. Es gibt eine Kurzbotschaft über Weihnachten und Jesus. Zudem erhalten die Familien Lebensmittel und evt. andere Geschenke. Es wird mit etwas mehr als 20 Familien gerechnet. Die Kosten betragen CHF 5.- bis 10.- pro Familie. Das ist eine sehr gute Möglichkeit die Leute vor Ort direkt zu untersützen.
  • Essraum für die Schule
    Die Schule auf der Base von YWAM braucht noch einen Essraum. Es ist geplant, dass dieser während der Zeit unseres Einsatzes gebaut werden soll.

Materielle Unterstützung

Neben der finanziellen Unterstützung, kann man uns auch materiell unterstützen. Unser Platz im Koffer und das Gewicht sind zwar beschränkt, aber natürlich versuchen wir, so viel wie möglich mitzunehmen.

Besonders froh sind sie in Madagaskar um elektronische Geräte. Dazu gehören:

  • Laptop
    Die Schule auf der Base stockt gerade den Informatikunterricht auf. Ihr Budget ist CHF 150.- für einen Laptop (Intel Core i5 oder auch Core i3 Prozessor)
  • Mobiltelefon
  • Tablet
  • USB-Stick
  • Powerbank (externer Akku)
  • Kopfhörer

Und jetzt?

Kannst du dir vorstellen uns ganz konkret zu unterstützen? Uns ist es wichtig, dass niemand sich gedrängt fühlt uns zu unterstützen. Prüfe, ob und wieviel für dich stimmt. Selbstverständlich freuen wir uns auch, wenn du unseren Missionseinsatz weiter verfolgst auch ohne einen Finanziellen Beitrag!

Du hast nun folgende Möglichkeiten:

  • geistliche und moralische Unterstützung
  • einmalige finanzielle Unterstützung
  • monatliche finanzielle Unterstützung während den 5 Monaten
  • Projektbezogene finanzielle Unterstützung
  • materielle Unterstützung

Wir werden nicht über jeden Franken, den wir in Madagaskar ausgeben, einen ausführlichen Rapport ablegen können. Wir werden das Geld aber zweckmässig und sinnvoll investieren. Wir werden in unserem Blog über unsere Arbeit und Erlebnisse berichten. So gut dies das Internet eben zulassen wird. Wenn du konkrete Fragen hast, dann darfst du dich gerne bei uns melden und wir werden dies beantworten.

Indem du uns direkt untersützt, haben wir die Möglichkeit die Leute vor Ort in Madagaskar zu untersützen. Schlussendlich kommt die Hilfe bei ihnen an.
Und natürlich ist jede Untersützung auch eine Investition ins Reich Gottes.

Unser Konto für die Unterstützung lautet:
IBAN: CH26 0021 4214 4147 8540 L
Bank: UBS Schweiz AG
lautend auf:
M. & S. Schelldorfer-Lüssi
Geissbergstrasse 48
8633 Wolfhausen

Vermerk: Missionseinsatz


Verwende Twint und unsere Handynummer, um uns zu unterstützen.

Melde dich bei uns, wenn wir dir einen Einzahlungsschein schicken dürfen.

Update

Es hat sich in den letzten drei Wochen einiges getan und es ist Zeit für ein Update.

Haus

Nachdem wir das Haus zur Vermietung ausgeschrieben haben, hat sich innerhalb weniger Stunden bereits ein Interessent gemeldet. Mittlerweile ist alles geregelt und der Vertrag ist unterschrieben. Unser Haus wird während unserer Abwesenheit fast die ganze Zeit durch zwei junge Herren aus Frankreich, bzw. der Westschweiz, bewohnt. Sie arbeiten in der Informatik und sind für ein Softwareprojekt eine zeitlang in Zürich tätig (Java-Entwickler bei Oracle und arbeiten an GraalVM).

Flug

Wir haben den Flug gebucht und damit ist auch klar, wie lange wir weg sind. Wir verlassen die Schweiz am 2. Dezember 2019. Zurück sind wir am 22. April 2020. So können die Kinder nach den Frühlingsferien wieder in der Schule starten.

Es gibt nicht sehr viele Flugverbindungen nach Madagaskar und die Flugzeiten sind nicht sehr ideal. Es muss auch mehrmals umgestiegen werden.

Wir habe lange gesucht und überlegt. Wir haben uns nun für Ethiopian Airlines ab Genf entschieden. Die Flüge ab Zürich sind über CHF 1’500.- teurer. Da der Abflug ab Genf am Abend ist, haben wir genügend Zeit nach Genf zu reisen.

Der Flug geht via Wien und Addis Abeba nach Antananarivo. Die Rückreise erfolgt über die gleiche Route.

Impfungen

Letzte Woche waren wir beim Tropenarzt. Obwohl wir uns schon selber ziemlich gut über die vorhandenen Krankheiten und Hygienemassnahmen informiert haben, war es gut die ganzen Gesundheitsthemen noch mit einem Spezialisten zu besprechen. Er hat uns sehr gut beraten und konnte noch einige ganz praktische und sinnvolle Hinweise geben.

Am Ende gab es dann für die ganze Familie die erste Tollwutimpfung. Davor hatten die Kinder ziemlich Angst. Silvana hatte sie aber gut vorbereitet und organisiert, dass der Arzt am Ende meinte, dass er noch nie eine Familie hatte, wo alles so problemlos und schnell ablief.

Arbeit

Für alle Tageskinder von Silvana konnte eine Lösung gefunden werden. Wir sind sehr froh, dass das geklappt hat.

Martins Chef war auch dieses mal wieder sehr wohlwollend und hat uns sämtliche Freiheiten gelassen. Er findet es sehr gut, dass wir das machen. Martin kann nochmals unbezahlten Urlaub nehmen. Vom Arbeitgeber gab es keine Einschränkungen.

Auto

Wir haben uns entschlossen unser Auto auch dieses mal wieder jemandem auszuleihen.
Melde dich bei uns, wenn du entweder selber Interesse hast, unser Auto auszuleihen oder du jemanden kennst, der von Dezember bis April ein Auto gebrauchen kann.

Heute ist Welternährungstag

Das Unicef hat zum Welternährungstag vom 16. Oktober 2019 den „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt“ veröffentlicht.

Interessant ist die Grafik mit dem Anteil Kinder unter 5 Jahren mit Wachstumsproblemen (Mangelernährung, Unterernährung oder Übergewicht).

Quelle: Unicef State of the World’s Children (SOWC) Report 2019

In Madagaskar haben etwas mehr als 50% aller Kinder unter 5 Jahren Wachstumsprobleme aufgrund fehlender oder falscher Ernähnung (Daten von 2013).

Herausforderung

Paradies im Indischen Ozean

Madagaskar ist ein wunderschönes Land mit einzigarten Landschaften. Es ist reich an vielen verschiedenen Tierarten. Besonders bekannt sind die Lemuren.

Madagaskar ist ein riesieger Inselstaat und wird auch als Paradies im Indischen Ozean bezeichnet.

Nach unserem Einsatz in Südafrika haben wir ja schon ein bisschen Erfahrung mit Auslandaufenhalten in anderen Kulturen und es ist nicht mehr alles neu.

Das haben wir zumindest am Anfang gedacht… Je mehr wir uns damit auseinandersetzen, merken wir, dass es doch noch einige Herausforderungen geben wird.

Madagaskar ist ein wunderbares Land, aber auch eines der zehn allerärmsten Länder der Welt. Das tägliche Einkommen beträgt im Durchschnitt weniger als zwei US Dollar. Es ist ein typisches Entwicklungsland.

Die Weltbank hat ein Jahreseinkommen von USD 440 pro Kopf errechnet. Das durschnittliche Einkommen in der Schweiz beträgt dagegen über USD 83’000. Das sind komplett andere Voraussetzungen.
Quelle: https://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD?end=2018&most_recent_value_desc=false&start=1962&type=shaded&view=map

Demzufolge sind dort einige Dinge anders, als wir es uns gewöhnt sind oder vielleicht vostellen.

In unserem Haus werden wir zwar fliessendes Wasser haben, jedoch nur kaltes Wasser. Es ist dann zwar Sommer, aber das gibt dann jeweils eine erfischende Dusche…
Stromausfälle kennen wir aus Südafrika bereits, aber in Madagaskar ist das jeden Tag für einige Stunden der Fall.
Beim besorgen von Karten für unser Navi haben wir festgestellt, dass es für praktisch alle Länder der Welt eine Karte gibt. Einzig Madagaskar fehlt auf der Liste komplett. Zum Glück gibt es Google Maps.
Mal schnell auf der Website des internationalen Flughafens die aktuellen An- und Abflüge auf Verspätungen prüfen? Obwohl grosse Fluggesellschaften Antananarivo anfliegen, gibt es keine Website mit offiziellen Informationen des Flughafens.

So wie die Leute dort mit ihrem Alltag herausgefordert sind, werden wir es auch sein.