Die letzten Tage unserer Reise

Jetzt sind wir schon 12 Tage unterwegs.  Wir haben sehr viel schöne und ein paar herausfordernde Momente erlebt. Es begeistert uns, zu sehen,  wie sehr unsere Kinder das Meer geniessen und wie wenig sie brauchen, um sich zu beschäftigen.

Während das Meer in Sodwana Bay angenehm warm und relativ ruhig war, ist es hier in Ballito (Durban) deutlich kühler und hat viel mehr Wellen.

Unsere Route führte uns immer wieder durch National Parks, wo wir verschiedene Tiere von ganz nahe erleben durften.

Dank der vielen Fragen unserer Kinder haben wir viel gelernt.

  • Welches ist das gefährlichste Tier Afrikas?
  • Warum gibt es Wellen?
  • Woraus bestehen Muscheln?

Wir haben auch immer wieder deutlich Bewahrung erlebt! Am eindrücklichsten war es, als Irina und Elio eines morgens im oberen Stock unseres Ferienhauses spielten. Da es erst 06:30 Uhr war, lagen wir anderen noch im Bett.  Plötzlich schrie Elio auf vor Schmerz und Irina rief: „es brennt!“ Wir hechteten alle aus dem Bett. Es stank und man sah noch Qualm aber keine Flammen. Die kleine Lampe,  welche die Kinder eingeschaltet hatten, hatte offensichtlich einen technischen Defekt. Dadurch brannte das Kabel an mehreren Stellen komplett durch.  Da Elio den Fuss auf dem Kabel hatte, bekam er auch etwas Strom ab. Wir sind sehr dankbar,  dass nicht mehr passiert ist!

Morgen geniessen wir den letzten Tag am Strand, bevor es am Sonntag wieder Richtung White River auf die Base geht.

Strand

Gestern und heute waren wir am Meer.

Sodwana Bay

Für unsere Kinder war es das erste Mal, dass sie im Meer baden konnten. Sie haben es sehr genossen!

Für die Einheimischen ist das Meer zur Zeit eher kalt. Für uns war es angenehm.

Da hier zur Zeit Winter ist, hat es am Strand nur sehr wenig Leute.

Politik

Wir geniessen es immer sehr, wenn wir mit Einheimischen persönlich reden können. Auf der YWAM Base in Mbabane hatte es zwei Einheimische, die gut Englisch sprachen und uns gerne unsere Fragen beantworteten.

In Swaziland nahm es uns natürlich wunder, wie das so ist, wenn das Land von einem König regiert wird. Dabei haben wir spannendes und gleichzeitig auch beängstigendes erfahren.

In Swaziland laufen zur Zeit die Vorbereitungen für die Wahlen Ende Juli. Die Wahlen finden alle 5 Jahre statt und sind immer mit sehr viel Unruhe im Land verbunden. Niemand ist mehr sicher und viele Leute verschwinden spurlos. Im Moment werden in Swaziland 90 Menschen vermisst. Anscheinend führen Leute und Gruppen, welche sich wählen lassen wollen, rituelle Morde durch, um sich mit Hilfe von Hexenkraft Vorzeile zu verschaffen. Es scheint die Bevölkerung zu beeindrucken, wenn ein Politiker sagt, er habe jemanden umgebracht.

Schulen verteilen Briefe mit der Aufforderung, die Kinder nicht alleine zur Schule zu schicken und dass sie sehr vorsichtig  sein sollen.

Wir waren sehr froh, dass wir auf der YWAM Base einen Ort hatten, an dem die Kinder sich sicher frei bewegen konnten. Als Schweizer kann man sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man die Kinder nicht frei spielen lassen kann.

Visum Irina

Hurra!

Heute sind wir von Swaziland wieder nach Südafrika eingereist. Wir haben auf der Reise viel für das Visum von Irina und dass uns die Beamten wohlgesinnt sind, gebetet.

Als wir dann am Zoll alle Papiere ausgefüllt hatten, ging es keine fünf Minuten, bis die Zollbeamten alle Stempel und Formalitäten erledigt hatten. Irina erhielt nach wenigen Sätzen von uns, sofort einen zusätzlichen Stempel, damit auch sie bis Ende Juli in Südafrika bleiben darf.

Irinas Pass, der Stempel in der Mitte unten ist der wichtige

Halleluja! Wir können immer noch kaum glauben, dass dies so einfach geklärt werden konnte.

In den Wochen vor unserer Reise haben wir viel daran gesetzt, um das Visum für Irina zu klären. Wir sind aber überall angestanden: die Botschaft reagierte nicht mehr, am Flughafen erreichten wir niemanden, Telefonanrufe wurden nicht angenommen. Wir wussten nicht mehr weiter.

Dann haben wir als Familie gebetet, dass Gott uns zeigt, was wir konkret tun sollen. Die Kinder haben dann sehr klar gesagt, dass wir in ein anderes Land gehen sollen und wieder nach Südafrika einreisen sollen. Das fanden wir keine schlechte Idee, wir hatten aber unsere Zweifel…

Nun ja, die Kinder können Gottes Stimme wirklich schon sehr gut hören!

 

Swaziland

Wir sind in Swaziland angekommen.

Es gefällt uns hier sehr gut. Wir haben schon viel schönes und abenteuerliches erlebt.

Am Zoll in Swaziland

 

Da wir nur mit Handy unterwegs sind, bleiben die Berichte leider kurz.

 

Der Besuch in einer Schulstunde im Kindergarten war eindrücklich.

Schulstunde im Kindergarten

 

Im Mlilwane Wildpark haben uns die grossen Krokodile fasziniert.

Krokodile im Mlilwane Wildpark

 

Weisst du, was eSwatini ist?

Schau auf der rechten Seite hier die Abstimmung an und wähle die richtige Antwort. Natürlich ohne Hilfe von Google 🙂

Update

In letzter Zeit sind wir nicht mehr dazu gekommen in unseren Blog zu schreiben. Einerseits waren wir mit Arzt- und Physioterminen ziemlich oft unterwegs und zum anderen haben wir unsere Abende dazu genutzt, um unsere Ferienreise vorzubereiten.

Wir sind sehr dankbar, dass Irinas Arm gut verheilt und sie nur noch wenig Schmerzen hat. Sie hat eine Schlinge, welche sie tagsüber anziehen sollte, wenn sie draussen spielt. Ansonsten darf sie den Arm bewegen, solange sie dabei keine Schmerzen hat. Das ist deutlich einfacher, als im Oktober, als sie den Gips während 4 Wochen hatte!
Die Operation hat uns emotional noch eine Weile beschäftigt. Aber so langsam haben wir uns alle von dem Schreck erholt. Irina ist sogar etwas stolz auf ihre Narbe ?
Schliesslich kann nicht jeder von seiner Narbe erzählen, dass er sie aus Südafrika mitgebracht hat!

Irina mit Armschlinge

Wenn der Berg schmutziger Wäsche in der Schweiz jeweils wuchs und wuchs, hat sich Silvana des öfteren jemanden gewünscht, der sich um die Wäsche kümmert. Da die Waschmaschine auf der Base hier die Wäsche leider nur nass machte und mit Waschpulver panierte, brachten wir unsere schmutzigen Kleider jeweils nach White River in einen Waschsalon. Anfangs war das ganz angenehm. Da die Kleider aber oftmals nicht richtig sauber waren und jedes Mal irgendetwas verloren ging, begann Silvana vor etwa zwei Wochen für eine neue Waschmaschine zu beten. Und tatsächlich konnte die Base letzte Woche eine günstige, gebrauchte Maschine kaufen! Man glaubt gar nicht, wie gerne man plötzlich wieder selber die Wäsche erledigt!  ?

Am Montag machen wir uns für zwei Wochen auf den Weg um noch etwas mehr von Südafrika und Swasiland zu sehen. Dafür gönnen wir uns sogar ein grösseres Auto, da in unserem kleinen Renault Kwid die Kinder nur knapp Platz haben und auch fast kein Gepäck reinpasst. Der Toyota Corolla kommt uns jetzt richtig riesig vor und man fühlt sich wie in einer Limousine! Jetzt muss man wieder deutlich genauer auf die Höchstgeschwindigkeit achten.

Am Montag reisen wir zuerst für drei Tage nach Swasiland und übernachten dort auf der YWAM Base in Mbabane. Von dort aus geht es via Ubombo, Sodwana Bay und St. Lucia nach Ballito (Durban). Wir wollen ein paar Tage an der Küste verbringen. Sodwana Bay und Durban sollen Orte sein, an denen man das ganze Jahr über baden kann. Wir sind gespannt!

Heute haben wir Elios 5. Geburtstag gefeiert. Am Morgen war sein Platz am Tisch schön dekoriert und er durfte sein Geschenk vom Götti auspacken. Nach dem Frühstück wurden wir alle mit Post aus der Schweiz überrascht. Dies ist der zweite Brief, der uns aus der Heimat erreicht. Danke Grossmami und Grosspapi! Das timing war perfekt!
Am Nachmittag gingen Silvana, Irina und Elio ins After School Programm und Martin und Laura dekorierten den Pavillion für Elios Fest. Er hatte für alle von der Base eine persönliche Einladung zu seinem Geburtstagsfest gebastelt. Elio genoss es sehr, im Mittelpunkt zu stehen! Er bekam viele Geschenke, einen feinen Geburtstagskuchen, und sogar Brigadeiro, eine brasilianische Spezialität! Und es wurde Happy Birthday in siSwati für ihn gesungen. Dieser Geburtstag wird Elio sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben!

Happy Birthday

Während wir diese Zeilen schreiben, geniessen wir gerade unseren neusten Luxus, den wir uns gegönnt haben: unseren Miniheizofen. Zu Beginn dieser Woche hat der Winter überraschend schnell Einzug gehalten. Die Temperaturen sind deutlich gesunken. Tagsüber sind die Temperaturen angenehm warm und man kann im T-Shirt draussen sein. Sobald die Sonne untergeht (ca. 17:15 Uhr) wird es schnell kühler. Da unser Haus nur aus Backsteinen und einem Wellblechdach besteht, ist es ziemlich kühl. Wenn wir am Abend ins Bett gehen ist es ca. 16 Grad warm und wenn wir am morgen aufstehen, ist es im Schlafzimmer ca. 12 Grad. Da ist so ein Heizöfeli und die warme Bettflasche ein willkommener Luxus!

Auch die Kinder finden es kälter